Filharmonie Filderstadt. Kultur & Kongress Zentrum Filderstadt
04.11.2021 | 20:00 Uhr

Anne-Marie die Schönheit

Schauspiel von Yasmina Reza
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

Theater Freiburg (Deutsche Erstaufführung)

Es spielt: Robert Hunger-Bühler
Regie: Peter Carp
Bühne: Kaspar Zwimpfer
Kostüme: Gabriele Rupprecht

Yasmina Reza ist mit ihren so humorvollen wie tiefgründigen Theaterstücken auf den Bühnen weltweit erfolgreich. Auch in ihrem aktuellen Werk „Anne-Marie die Schönheit“ steckt das für sie typische subtile Spiel mit dem Widerspruch zwischen Schein und Sein bereits im Titel: Anne-Marie ist in ihrem langen Leben vieles gewesen, Schauspielerin, Ehefrau und Mutter, Muse von vielen mehr oder weniger bekannten Künstlern, aber eines war sie bestimmt nie: eine Schönheit, eine Diva, der alle zu Füßen lagen. Wenn sie auf der Bühne stand, und das ist schon sehr lange her, strahlte sie manchmal eine gewisse Schönheit aus. Im Alltag war sie eine ewig zu kurz Gekommene. Doch gerade weil sie so viel erlebt hat, weil sie vielleicht die letzte noch lebende Zeugin einer untergehenden Ära ist, in der das Theater noch ein zentrales Medium der intelligenten Unterhaltung und des intellektuellen Diskurses war, sind ihre Erinnerungen ein großer kultureller Erfahrungsschatz. Und ein Beispiel dafür, dass das Lebensglück nicht unbedingt nur im hellen Scheinwerferlicht und im großen Abenteuer zu finden ist.

Yasmina Reza hat ein vor Lebenslust strahlendes und selbst in seinen melancholischen Momenten herrlich komisches Stück geschrieben. Robert-Hunger-Bühler, seit zwanzig Jahren Ensemblemitglied des Schauspielhaus Zürich, ist die Wunschbesetzung der Autorin für die Deutsche Erstaufführung. Hunger-Bühler wurde mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen und ist begehrter und vielbeschäftigter Hauptdarsteller von Regisseur*innen wie Barbara Frey, Sebastian Baumgarten, Luc Bondy, Claus Peymann oder Christoph Marthaler.

„Für einen Schauspieler von der Qualität eines Robert Hunger-Bühler eine Steilvorlage, die er in Freiburg mit Bravour nutzt. Und all die wunderbaren Details, die er in sein Spiel einbaut – dem schaut man gerne die eindreiviertel Stunden zu, das funktioniert hervorragend, das Stück ist eine Art Hochamt des Bühnenhandwerks. Ein Text, der Dank der Übersetzung von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel auch im Deutschen wie ein Glas Champagner über seine Untiefen hinwegperlt. Ein Spiel, dass dem stets auf der Oberfläche trippelnden Monolog nicht versucht, psychologisierende Fußfesseln anzulegen, und eine Regie mit dem passenden Setzkasten dafür. Ein so gelungener Abend, dass man sogar vergisst, dass er eine gewisse Perfidie beinhaltet: Während der Text sich wie eine Ode an die unbekannten Nebendarsteller geriert, wird auf der Bühne gezeigt, dass der großartige Starschauspieler selbst das eigene unbedeutende Leben der Begleitchargen brillanter verkörpert, als diese es je könnten.“ Jürgen Reuß, nachtkritik

Daue ca. 2 Stunden. Keine Pause

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Fotos © Britt Schilling

 

 

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Veranstalter
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