Rock me, Hamlet

Rockmusical nach William Shakespeare

Opernwerkstatt am Rhein
Regie: Sascha von Donat
Musikalische Leitung: Florian Richter
Bühne, Puppen: Hans-Dieter Flerlage

Keybord: Florian Richter, Yuhao Guo
Gitarre: Max Sattler, Simone Bet
Bass: Rebecca Himmerich
Schlagzeug: Matthias Plewka

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Bröckelnde politische Strukturen, ungewisse gesellschaftliche Verhältnisse und niemand mit Visionen für eine bessere Zukunft. Die junge Generation spürt es am stärksten, wenn „etwas faul ist im Staate“. Und so weiß Prinz Hamlet, dass er „etwas tun muss“. Aber was genau? Vor ihm liegt ein Trümmerfeld: Der König, sein Vater, ist tot – ermordet; und was keiner weiß: vom eigenen Bruder, Hamlets Onkel. Der reißt die Krone an sich und nimmt die Königin, Hamlets Mutter, zur Frau. Hamlet durchschaut ihn, doch bevor er den Mord aufklären kann, wird er vom Hof gejagt. Gefangen in gesellschaftlichen Konventionen, gebunden durch seine Liebe zu Ophelia und im Zweifel, ob es richtig ist, Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder gar allem zu entfliehen und dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, nimmt die Tragödie ihren Lauf.

Unzufriedenheit, Zerrissenheit und Ratlosigkeit bewegen nicht nur Hamlet, sondern auch die Rock- und Popmusik mit ihren Songtexten. Gleich musikalischen Minidramen verbinden sie sich in „Rock me, Hamlet“ mit William Shakespeares Sprachwitz und seiner erzählerischen Kraft zu einer musikgetriebenen, aktuellen Form der Tragödie. Der Soundtrack reicht vom poetisch-introvertierten „Breathing“ Kate Bushs bis zum selbstbewusst-emanzipatorischen „Fuck you“ Lily Allens; Supertramps „Logical Song“ liefert mit „sensible, logical, responsible, practical“ Staccato-Reime wie Demoparolen, und Adeles „Hello from the other side“ grüßt diejenigen, die mit Talking Heads’ „Road to nowhere“ eingezogen sind und nun den unvermeidbaren Gang der Tragödie vor sich haben.

Mit großem Ensemble, Live-Rockband, Schauspiel, Puppenspiel, Tanz, Gesang, Fecht- und Videokunst sowie Kostümen im Steampunk-Stil zeigen die jungen Talente der Opernwerkstatt am Rhein, wohin sich das Musiktheater im 21. Jahrhundert entwickeln kann. Sensationell, wie erfrischend der Klassiker mit allem Respekt vor dem Werk direkt in die Moderne transportiert wird.

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Foto © Opernwerkstatt am Rhein

Dauer
ca. 2,5 Stunden

Karten

38 € / 34 € / Junge Besucher*innen 10 €


Vorverkauf

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Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn


Veranstalter
FILharmonie Filderstadt