CSR - unser soziales Projekt...

Im Zuge der globalen Diskussion um Nachhaltigkeit infolge des Kyoto-Protokolls  von 1997 begann auch in unserem Verantwortungsbereich der sogenannten M.I.C.E.-Industry eine intensive Diskussion um die Frage der Nachhaltigkeit. „Green Congress“, „Klimaneutrales Tagen“ „CO²-Fußabdruck“ waren die Schlagworte dieser Diskussion, die insbesondere im Rahmen unseres Dachverbands, dem EVVC, hier konkret seit der EVVC-Tagung 2008 auf der Tagesordnung der „neuen“ Anforderungen an Versammlungsstätten“ steht.

Die FILharmonie verfolgte diese Diskussion von Anbeginn intensiv und beschäftigte sich – inzwischen auch theoretisch – mit wissenschaftlichen Arbeiten und einem internen Seminar zu diesem Thema. Nachhaltigkeit wird dabei in der Einheit der „3 Säulen der Nachhaltigkeit“, dem sogenannten „Magischen Dreieck der Nachhaltigkeit“ gesehen: Ökonomie – Ökologie und Soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility).

Das Streben der FILharmonie sollte sich also nun allen 3 Seiten zuwenden: den ökonomischen Anforderungen einer technisch modernen Halle, der ökologischen Verpflichtung auf umwelt- und energiebewusstes Arbeiten und ebenso der gesellschaftlichen sozialen Verantwortung.

Durchaus auch in ihrer „Vorreiterrolle“ unter den vergleichbaren Hallen, als INTHEGA-Bundesgeschäftsstelle und als Award-nominiertes EVVC-Mitglied sollte nun auch ein sinnvolles CSR-Projekt ins Leben gerufen werden. Die grundsätzliche Beschäftigung mit der Definition von Corporate Social Responsibility ergab folgende begriffliche und inhaltliche Schwerpunkte:

Begriffsbestimmung und Facetten der Corporate Social Responisbility (CSR):
 

Die Corporate Social Responsibility wird häufig mit Corporate Responsibility, aber auch mit Corporate Citizenship gleichgesetzt. Auf europäischer Ebene ist man sich jedoch einig, dass CSR über letztgenanntes hinausgeht. So definierte die Europäische Kommission in ihrem Grünbuch den Begriff wie folgt:

    „Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“

Die Definition der Europäischen Kommission nennt zwei zentrale Punkte für CSR. Dies sind:

    • soziale Belange und
    • Umweltbelange

Erweitert man diese noch um die ökonomischen Belange, erhält man die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, nämlich Ökonomie, Ökologie und Soziales. CSR bezeichnet demnach also ein integriertes Unternehmenskonzept, das alle "sozialen, ökologischen und ökonomischen Beiträge eines Unternehmens zur freiwilligen Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, die über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen (Compliance) hinausgehen."

Ziele der FILharmonie :

    • Einen lokalen oder regionalen Partner zu finden, der in das Konzept passt
    • Public Private Partnerships weiter und in anderen Bereichen professionalisieren
    • Ein positives Image in der Stadt, bei der Verwaltung, den Kunden, der Bevölkerung weiter zu befördern und präsent zu machen
    • Soziale Verantwortung zeigen und in das Firmenkonzept mit aufnehmen
    • Benachteiligte Gruppierungen und Kinder fördern
    • Unsere Mitarbeiter motivieren und einbinden
    • Beispiel geben und Vorreiter bei anderen Hallen und Verbänden sein

Der Auswahlprozess dauerte ein halbes Jahr, bis sich die in Filderstadt ansässige Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. als der passende Partner herauskristallisierten.

Entscheidend waren hierbei drei Aspekte:

      • der Human Factor – dass es sich hier um eine Werkstatt handelt, die kein „Pflegeheim“ im engeren Sinne ist, sondern auch Arbeits- und Ausbildungsplätze, sinnvolle Tätigkeiten und Verdienstmöglichkeiten für die Menschen anbietet und somit der Würde und dem Selbstverständnis der Menschen einen besonderen Augenmerk widmet.
      • Der ökologische Faktor – dass die Werkstätten heimisch und in Eigenarbeit produzierte Waren und Produkte anbieten, deren Kauf und Weiterverkauf einen Nutzen für unsere Besucher und  Kunden bringen, als Souvenir oder Geschenk oder als praktische Hilfsmittel für den Alltag.
      • Der kulturelle Faktor – dass die Werkstätten viel künstlerische Arbeiten anbieten, eigene Kunstausstellungen ausrichten und jährlich ein Theaterprojekt mit den sog. behinderten Menschen auf die Beine stellen; zudem gibt es im Hause eine eigene Musikgruppe; produziert werden unter anderem auch Musikinstrumente.

Veranstaltungskalender (nur öffentliche Veranstaltungen)
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